Thermografie mit Drohnen ist weit mehr als ein technisches Gimmick. Sie ermöglicht es Dir, thermische Auffälligkeiten an schwer zugänglichen oder weitläufigen Anlagen schnell, effizient und präzise zu erkennen – ohne großen Aufwand oder Betriebsausfälle. Egal ob Photovoltaikanlagen, Industrieanlagen oder Gebäudedächer: Mit Wärmebild-Drohnen erkennst Du Fehler, die mit bloßem Auge nicht sichtbar wären.
Vorteile der Drohnen-Thermografie für Photovoltaikanlagen
Gerade bei PV-Anlagen ist die frühzeitige Fehlererkennung entscheidend für den Werterhalt und maximale Energieerträge. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Früherkennung von Leistungsverlusten durch defekte Module
- Keine Betriebsunterbrechung – Inspektion erfolgt im laufenden Betrieb
- Große Flächen in kurzer Zeit prüfbar
- Dokumentation für Gutachten, Versicherungen oder Wartungsnachweise
- Sichere Analyse ohne Betreten der Anlage
Wie funktioniert die thermografische Inspektion von PV-Anlagen mit Drohnen?
- Flugplanung: Die Flugroute wird per Software geplant, inkl. GPS-Stützpunkte.
- Aufnahmephase: Die Drohne fliegt die Anlage autonom ab und nimmt Wärmebilder auf.
- Analyse: Die Bilder werden ausgewertet, Hotspots markiert und Fehler dokumentiert.
- Ergebnisbericht: Du erhältst eine detaillierte Auswertung inkl. Handlungsempfehlungen.
Die Rolle hochauflösender Wärmebildkameras
Je höher die Auflösung, desto besser erkennst Du kleinste Temperaturabweichungen:
Kameraauflösung | Sichtbare Details | Empfehlung für |
---|---|---|
< 160×120 Pixel | Nur grobe Hotspots | kleine Anlagen |
320×240 Pixel | Standarddetails | mittelgroße Anlagen |
≥ 640×512 Pixel | Sehr präzise Fehlerbilder | große PV-Felder & Industrieanlagen |
Wichtige Details bei der Durchführung
- Optimale Wetterbedingungen: Sonnig, wenig Wind, klare Sicht
- Zeitpunkt: Zwischen 10–16 Uhr bei direkter Einstrahlung
- Temperaturdifferenz zwischen Modul und Umgebung >10 °C
Welche Defekte werden sichtbar?
Mit der Drohne erkennst Du zahlreiche Fehlerarten, die ansonsten unentdeckt bleiben würden:
Erkennbare Fehlerarten durch Drohnen-Thermografie
- Hotspots: Überhitzte Zellen oder Zellgruppen
- Defekte Bypass-Dioden
- Delamination (Ablösungen im Modul)
- Mikrorisse oder Zellbruch
- Stringausfälle
- Verschattungen oder Schmutzansammlungen
- Fehlerhafte Verkabelung
Die eingesetzte Technik: Wärmebildkameras im Fokus
Nicht jede Wärmebildkamera ist für jede Inspektion geeignet. Besonders FLIR-Kameras haben sich in der Drohnenthermografie durchgesetzt.
Vergleich gängiger FLIR-Kameras
Kamera-Modell | Auflösung | Radiometrisch | Typische Anwendung |
---|---|---|---|
FLIR Vue TZ20 | 640×512 | Ja | Hochpräzise Analysen |
FLIR Duo Pro R | 336×256 | Ja | Mittelgroße Anlagen |
FLIR Lepton | 80×60 | Nein | Günstige Einstiegsoption |
Der Ablauf einer Thermografie-Überprüfung mit Drohne
- Kontaktaufnahme und Zielklärung
- Wetter- und Zeitfenster-Check
- Flugplanung und Genehmigungen
- Durchführung des Drohnenflugs
- Bildanalyse und Berichterstellung
- Ergebnisbesprechung und Empfehlungen
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Thermografie-Inspektion?
Idealzeitraum: Frühling bis Spätherbst, bei direkter Sonneneinstrahlung und wenig Wind.
Zeitpunkt | Vorteil |
---|---|
Vormittag | Beste Einstrahlung, wenig Wind |
Sommer | Starke Modul-Erwärmung, klar erkennbare Fehler |
Nach Gewittern | Prüfung auf Blitzschäden möglich |
Einsatzbereiche der Drohnen-Thermografie (nicht nur PV-Anlagen)
Neben Solaranlagen gibt es viele Einsatzfelder:
- Industrieanlagen: Erkennung von Überhitzung bei Maschinen
- Gebäude: Leckage- und Dämmungsprüfung
- Windkraftanlagen: Kontrolle der Rotorblätter
- Leitungsnetze: Früherkennung von Überhitzung an Kabeln
- Biogasanlagen: Kontrolle der Gärbehältertemperatur
Der Einsatz von enerGUIDE Drohnen
enerGUIDE setzt auf hochauflösende FLIR-Drohnen, die deutschlandweit im Einsatz sind – auf Solarparks, Firmengebäuden oder in der Landwirtschaft. Das Team besteht aus zertifizierten Drohnenpiloten und Thermografen mit TÜV-Schulung.
Benötigt man eine spezielle Ausbildung?
Ja, eine Kombination aus Drohnenführerschein (EU-Kompetenznachweis A1/A3 oder A2) und einer Schulung zur Thermografieanalyse ist empfohlen. Für Unternehmen wie enerGUIDE ist das Pflicht, um professionelle Auswertungen und rechtssichere Dokumentationen zu liefern.
Ist eine Thermografie-Prüfung sinnvoll? Und wie lange dauert sie?
Vorteile:
- Fehler frühzeitig erkennen
- Ausfallkosten vermeiden
- Versicherungsdokumentation bei Schaden
Dauer:
- Kleine Anlage: ca. 30 Minuten inkl. Auswertung
- Große Anlage (100 kWp+): 1–2 Stunden
Was kostet eine Thermografie mit Drohne?
Die Kosten variieren je nach Größe der Anlage:
Anlagengröße | Preis (netto) | Enthaltene Leistungen |
---|---|---|
< 30 kWp | ab 290 € | Flug, Wärmebilder, Bericht |
30–100 kWp | ab 490 € | Flug, Bildauswertung, Handlungsempfehlung |
> 100 kWp | Individuelles Angebot | Inkl. Vor-Ort-Beratung & Nachkontrolle |
Häufige Fragen zur Drohnen-Thermografie
Wie hoch fliegt die Drohne?
Zwischen 10 und 30 Metern, abhängig von der Fläche und Kameraauflösung.
Kann ich die Inspektion selbst durchführen?
Nur mit entsprechendem Know-how, Fluglizenz und Thermografieschulung.
Wie oft sollte eine Prüfung erfolgen?
Mindestens einmal jährlich, zusätzlich bei Leistungsverlusten oder nach Extremwetterereignissen.
Welche Daten erhalte ich?
Du bekommst einen bebilderten Bericht mit klaren Handlungsempfehlungen und Thermografiekarten.